Völlig betrunken fuhr ein Norweger bei der Polizei vor, um zu fragen, wie sein kurz zuvor angesetzter Prozess wegen einer Trunkenheitsfahrt ausgegangen sei. Der 56-Jährige war nach einem Bericht der Tageszeitung VG in die Porsgrunner Wache getorkelt. Erst nach mehreren Anläufen gelang es ihm, sein Anliegen vorzubringen: Irgendwie habe er seine Gerichtsverhandlung verpasst, einen Anwalt habe er nicht und nun wolle er doch mal ganz gern erfahren, ob er vielleicht ins Gefängnis müsse. Die Beamten handelten rasch: Sie durchsuchten den ungebetenen Gast - und fanden seine Autoschlüssel. Der Betrunkene erklärte fröhlich, dass er natürlich Autoschlüssel bei sich habe, denn schließlich sei er ja mit seinem draußen stehenden Wagen zur Wache gekommen.

Neues Rekordergebnis: 2,4 Promille

Ein eilig angeordneter Bluttest ergab einen Wert von 2,4 Promille. Damit habe der Mann seinen letzten Alkohol-Gehalt noch einmal getoppt, erklärte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten daraufhin sofort ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro gegen den Trunkenbold verhängt. "Das ist verhältnismäßig wenig. Aber der Mann zahlt immer noch seine vorletzte Verwarnung wegen Trunkenheit am Steuer ab, knapp 2.000 Euro. Er besitzt nämlich eigentlich nichts, bis auf sein Auto. Das darf er aber eigentlich schon lange nicht mehr fahren - weil er darin so oft betrunken erwischt wurde." Nun müssen sich Fahrer und Fahrzeug wohl erst einmal voneinander verabschieden. Denn die Polizei fand mittlerweile heraus, wie das Urteil gegen den 56-Jährigen ausgefallen war: Er erhielt 30 Tage Gefängnis.

(Quelle: Auto Motor und Sport auto.t-online.de)