Mit einem Vorschlaghammer musste der in seinem Dienst-BMW eingesperrte thailändische Finanzminister Suchart Jaovisidha gerettet werden. Der Politiker war auf dem Weg zum Treffen der asiatischen Zentralbank-Chefs und Finanzminister in Bangkok, als plötzlich die Elektronik seines Wagens versagte. Alle Türen und Fenster des BMW wurden als Folge des Computer-Crashs automatisch verriegelt, zudem fiel die Klimaanlage aus. Zehn Minuten lang saßen Suchart Jaovisidha und sein Fahrer hilflos der prallen Sonne ausgesetzt in ihrem vierrädrigen Gefängnis. "Wir konnten kaum noch atmen", erklärte der Politiker später. Verzweifelt hätten die beiden Männer versucht, Passanten auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Erst ein Sicherheitsbeamter schritt schließlich beherzt mit einem Vorschlaghammer zur Tat - allerdings erst nach ausdrücklicher minsterieller Order "Als er bemerkte, dass ich wirklich darauf bestand, dass die Fenster eingeschlagen werden, machte er sich dann endlich ans Werk." Trotzdem dauerte es geschlagene zehn Minuten, bis im Panzerglas ein ausrechend großes Loch entstanden war, durch das Suchart Jaovisidha und sein Fahrer herauskrabbeln konnten. Der Politiker lief anschließend sofort nach Hause, um seinen Privat-BMW aus der Garage zu holen. Sein Dienstfahrzeug war erst zwei Tage zuvor offiziell in Dienst gestellt worden - dessen Vorgänger, ein Mercedes, war wegen Motorschadens ausgemustert worden. (Quelle: Auto Motor und Sport auto.t-online.de) |