Mit dem fünften Gesamtsieg in sieben Läufen und dem Vizemeistertitel für das Škoda Team Matthias Kahle/Peter Göbel endete in Straubing die Deutsche Rallyemeisterschaft (DRM) 2003. Mit dem österreichischen Gaststarterteam Stohl/Minor lieferte sich die Besatzung des Octavia WRC einen spannenden Kampf. Nach 14 der insgesamt 17 Wertungsprüfungen hatte sich der vierfache Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle zunächst mit sicheren 18 Sekunden Vorsprung auf dem ersten Platz etabliert, ehe ihn der Defekt eines Hydraulikschlauchs an der Servolenkung auf zwei Wertungsprüfungen viel Zeit kostete. Es schien, als müssten sich Kahle/Göbel mit dem zweiten Platz begnügen, doch dann hatte das Auto von Stohl/Minor technische Probleme, und das Škoda Team konnte im Ziel in Straubing doch den Gesamtsieg feiern.

„Schade für Manfred Stohl, es war ein schöner Zweikampf, solange beide Autos komplikationslos liefen, aber im Rallyesport liegen Glück und Pech manchmal dicht beisammen“, sagte Matthias Kahle nach der Zielankunft. „Immerhin haben uns auch zwei Defekte im Laufe der Saison den Meistertitel gekostet. Hiermit gratuliere ich Hermann Gaßner und Sigi Schrankl, die in der Meisterschaft am Ende dank ihrer Beständigkeit die Nase vorn hatten. Die Saison mit einem Sieg abzuschließen, ist für uns wenigstens ein kleines Trostpflaster, denn die 3-Städte-Rallye mit ihren schönen Schotter-Wertungsprüfungen ist natürlich etwas Besonderes.“

Bereits vor dem Finallauf war die Markenwertung der DRM 2003 entschieden. Dank der von Kahle/Göbel und dem Privatfahrerteam Maik Stölzel/Thomas Windisch (Škoda Octavia WRC) gesammelten Wertungspunkte gelang vorzeitig die Verteidigung der bereits 2002 von Škoda errungenen Markenmeisterschaft.

„Wir wollten zwei Titel verteidigen, was uns leider nur zur Hälfte gelungen ist“, sagte Nikolaus Reichert, Leiter Unternehmenskommunikation und Motorsport von Škoda Auto Deutschland, nach der Rallye. „Herzlichen Glückwunsch an die neuen Deutschen Meister - unsere Zielsetzung für 2004 ist jedoch der erneute Gewinn beider Titel.“

In der Privatfahrerwertung der DRM hatten Stölzel/Windisch mit einem Zähler Vorsprung am Saisonende die Nase vorn vor der Golf-Besatzung Holz/Limbach. Dazu Nikolaus Reichert: „Ich freue mich für das Team, denn sie haben mit ihrem privaten Octavia WRC einen hohen Einsatz gebracht und sind eine echte Bereicherung für die DRM. Wir hoffen, dass sie im nächsten Jahr ihren Titel verteidigen können.“

Endstand der DRM 2003
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1. Gaßner/Schrankl Mitsubishi 247 Punkte

2. Kahle/Göbel Škoda 240 Punkte

3. Mohe/Uhlig Renault 192 Punkte

4. Wallenwein/Zeitlhofer Mitsubishi 167 Punkte

5. Stölzel/Windisch * Škoda 166 Punkte

* Sieger der Privatfahrerwertung der DRM


Endstand der Markenmeisterschaft 2003
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1. Škoda 438 Punkte

2. Opel 209 Punkte

3. Citroen 133 Punkte


(Quelle: Škoda Auto Deutschland)